SPD fordert Merkel auf, bei EU-Agrarpolitik nachzulegen

Die SPD im Bundestag hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, in den EU-Verhandlungen zur Agrarpolitik auf mehr Umwelt- und Tierschutz als bisher angepeilt zu drängen. «Der "Green Deal" wird zur Makulatur, wenn Umwelt- und Klimaschutz selbst in der Landwirtschaft zu kurz kommen, obwohl gerade hier mit der Neuausrichtung der europäischen Agrarmilliarden eine entscheidende Stellschraube besteht», sagte Fraktionsvize Matthias Miersch der Deutschen Presse-Agentur. Merkel müsse ihren Einfluss nutzen, «damit wir in der Agrarpolitik doch noch den dringend benötigten Paradigmenwechsel für mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz erhalten.»


In den vergangenen Tagen hatten erst die EU-Mitgliedsstaaten, dann das EU-Parlament ihre Verhandlungspositionen für die Reform der EU-Agrarpolitik festgelegt. Es geht um milliardenschwere Subventionen, die künftig verstärkt an Leistungen im Umwelt-, Klima- und Tierschutz gebunden werden sollen. Aus Sicht von Umweltverbänden greifen aber alle Beschlüsse bisher deutlich zu kurz, um Klimaziele zu erreichen und das Artensterben aufzuhalten.

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